Seppo Lindström
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Erfolge/Funktion: | 216 Länderspiele für Finnland. |
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Internationales Sportarchiv
Er ist der älteste Eishockeyspieler in der Bundesliga - gehört aber nach wie vor zu den stärksten Verteidigern: Seppo Lindström, knapp 40 jähriger Finne aus Turku. Seit 1977 lebt Lindström mit Ehefrau Kristina und den Kindern Mia (14), Tea (11) und Samu (9) in West-Berlin. Samu, der Jüngste, ist selbst schon wieder Eishockeyspieler; bei den Bambinis des Berliner Schlittschuhclubs jagt er hinter dem Puck her.
Wann die Bambinis ihren stärksten Spieler verlieren werden, hängt ab vom Verbleib der Familie Lindström in Berlin - die finanzielle Situation des Clubs läßt allerdings nur wenig Hoffnung.
In seiner Heimatstadt Turku ist Lindström Chef einer Kranwagen-Firma, aber auch Taxi-Unternehmer und Hauptmann der Feuerwehr. Kein Wunder, daß ihm nur wenig Zeit zum Altwerden bleibt. Mehr Zeit findet Lindström dagegen in Berlin für sein großes Hobby: Pferde. Lindström ist nicht nur Springreiter, sondern auch Besitzer von Trabern. Daheim, auf ihrem Bauernhof bei Turku, beherbergen die Lindströms zahlreiche Pferde und Ponys, zum begeisterten Reiter wurde Seppo Lindström allerdings erst in seiner Zeit als Eishockeyspieler in Klagenfurt.
Seit seinem 9. Lebensjahr spielt Seppo Lindström Eishockey im Verein. In Finnland jagte er bei Turku PS dem Puck nach, ehe er 1970 nach Klagenfurt ging. 1977 verpflichtete Xaver Unsinn den 36 jährigen Verteidiger für den Berliner Schlittschuh-Club. Skeptiker, die ihn als "alten Mann" einstuften, widerlegte Lindström schnell. Trotz seines (für einen Leistungssportler) hohen Alters begeisterte er die Eishockeyfans durch Übersicht, Zweikampfstärke und Routine. Auch als Torschütze zeichnete sich der 1,81 m große und 86 kg schwere Verteidiger aus.
Für sein Heimatland Finnland bestritt Lindström 216 Länderspiele. Bei acht Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen kämpfte er als Spieler "Suomis". "Pappa" Lindström, wie er in seinem Heimatland genannt wird, wurde dadurch in Finnland sehr populär. Auch in Berlin machte er sich in den letzten vier Jahren als fairer Sportsmann einen guten Namen.