Friedrich Adolf Paneth
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Internationales Biographisches Archiv
Friedrich Adolf Paneth wurde am 31. Aug. 1887 in Wien als Sohn eines Physiologen an der Universität Wien geboren. P. studierte Chemie an den Universitäten Wien, München und Glasgow und arbeitete während dieser Zeit in den Laboratorien von Z. Skraup, A.v. Bayer und F. Soddy. Im Jahre 1910 promovierte er in Wien zum Dr. phil.
Im Jahre 1912 wurde P. Assistent in einem Radiumforschungsinstitut in seiner Vaterstadt, 1915 auch Privatdozent an der Wiener Universität. Im Jahre 1918 folgte er einem Ruf als a.o. Professor für Anorganische Chemie an das Prager Institut für Technologie, ging ein Jahr später in gleicher Eigenschaft nach Hamburg und 1922 an die Universität Berlin. Von 1926-1927 lehrte er als Gastprofessor an der Cornell-Universität in New York. Im Jahre 1929 erhielt er einen Lehrstuhl für Chemie an der Universität Königsberg, wo er gleichzeitig das Institut für Chemie als Direktor leitete.
Im Jahre 1933 verließ P. Deutschland und hielt zunächst als Gast Vorlesungen am Kaiserlichen Institut für Wissenschaft und Technologie in London. Seit 1938 las er an der Londoner Universität über Atomchemie. Im Jahre 1939 erhielt er einen Lehrstuhl für Chemie an der Universität Durham und wurde bald darauf auf Grund seiner Forschungen über Radiochemie und seiner Entdeckung freier radioaktiver Teilchen zum Mitglied der British Royal Society ernannt. P. hat die britische Staatsbürgerschaft angenommen.
Im Kriege leitete er von 1943-1945 in Kanada die Abteilung Chemie der britisch-amerikanischen Atomforschung. Nach Kriegsende nahm P. seine Lehrtätigkeit an der Universität Durham wieder auf, bis er im Sept. 1953 eine Berufung an das Mainzer Max-Planck-Institut für Ohemie annahm, das er bis zu seinem Tode leitete.
P. war Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften in aller Welt und Inhaber zahlreicher wissenschaftlicher Auszeichnungen, u.a. der Liebig-Gedenks-Münze der Gesellschaft deutscher Chemiker 1937.
Von seinen Publikationen seien erwähnt: "Radioelements as Indicators" (1928), "Manual of Radioactivity" (1938), "The Origin of Meteorites" (1940), "Papers on Radioadivity", "Inorganic and Physical Chemistry."
P. gehörte zu den führenden Vertretern der Radio-Chemie.
P. war verheiratet und hatte drei Kinder.
Er starb am 17. Sept. 1958 im Alter von 71 Jahren in Wien.